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Malteser Freudenstadt

Erster ambulanter Kinderhospizdienst vor 20 Jahren in Baden-Württemberg gegründet

Malteser Hospizarbeit: "Bis zuletzt in Würde leben"

27.06.2019
Festakt im Stuttgarter Stadtpalais: V.l.n.r.: Edmund Baur (Malteser Landesbeauftragter BW), Dr. Margit Gratz (Gesamtleitung Hospiz St. Martin), Bernhard Bayer (Malteser Hospizreferent), Kirsten Allgayer (Hospiz- und PalliativVerband BW), Karl Eugen Erbgraf zu Neipperg (Malteser Diözesanleiter). Foto: Malteser
Festakt im Stuttgarter Stadtpalais: V.l.n.r.: Edmund Baur (Malteser Landesbeauftragter BW), Dr. Margit Gratz (Gesamtleitung Hospiz St. Martin), Bernhard Bayer (Malteser Hospizreferent), Kirsten Allgayer (Hospiz- und PalliativVerband BW), Karl Eugen Erbgraf zu Neipperg (Malteser Diözesanleiter). Foto: Malteser
Daisy Gräfin von Bernstorff, Generaloberin des bundesweiten Malteser Hilfsdienstes, überbrachte die Glückwünsche des Hilfsdienst-Präsidenten. Foto: Malteser
Daisy Gräfin von Bernstorff, Generaloberin des bundesweiten Malteser Hilfsdienstes, überbrachte die Glückwünsche des Hilfsdienst-Präsidenten. Foto: Malteser
Eindrucksvoll sprach Dr. Margit Gratz im Festvortrag über das Thema "Leiderfahrungen - zwischen Ohnmacht und Trost". Foto: Malteser
Eindrucksvoll sprach Dr. Margit Gratz im Festvortrag über das Thema "Leiderfahrungen - zwischen Ohnmacht und Trost". Foto: Malteser
Auch zahlreiche ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter waren der Einladung zum Festakt gefolgt. Foto: Malteser
Auch zahlreiche ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter waren der Einladung zum Festakt gefolgt. Foto: Malteser
Lynn Stiegler und Raphael Kohlhäufl sorgten für eine festliche musikalische Umrahmung des Festaktes. Foto: Malteser
Lynn Stiegler und Raphael Kohlhäufl sorgten für eine festliche musikalische Umrahmung des Festaktes. Foto: Malteser

Stuttgart. Mit einem Festakt im Stuttgarter Stadtpalais feierte die Hilfsorganisation am Dienstagabend 20 Jahre Hospizarbeit der Malteser in Baden-Württemberg. Im Jahr 1999 hatten die Malteser gemeinsam mit der katholischen Gesamtkirchengemeinde in Kirchheim unter Teck den ersten ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Deutschland ins Leben gerufen. Seither haben sie diesen Dienst fest in der Hospizarbeit verankert und sind bundesweit führend in diesem Bereich.

Vor geladenen Gästen aus Kirche und Gesellschaft würdigten der Malteser Diözesanleiter Karl-Eugen Erbgraf zu Neipperg und der baden-württembergische Malteser Landesbeauftragte Edmund Baur das wertvolle Engagement der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden aus den inzwischen 16 Hospizdiensten der Malteser in Baden-Württemberg. Die Generaloberin des bundesweiten Malteser Hilfsdienstes, Daisy Gräfin Bernstorff, überbrachte den Dank des Hilfsdienst-Präsidenten und des Geschäftsführenden Vorstandes: „Es freut mich zu sehen, welch großer starker Baum inzwischen aus dem damals kleinen Pflänzchen Hospiz geworden ist“, so Bernstorff.

Im Blick auf die Anfänge und die über 900jährige Geschichte des Malteserordens zeigte der Landesbeauftragte der Malteser auf, wie sich in 20 Jahren Hospizarbeit diese Hilfe am Notleidenden, die immer die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt, fortsetzt. Gleichzeitig lobte er die „Kompetenz und Erfahrung sowie den bedingungslosen und oft an die Grenzen des Zumutbaren gehenden Einsatz“ der mehr als 350 ehrenamtlichen Malteser Hospizbegleiterinnen und -begleiter und dankte ihnen für ihren unverzichtbaren Dienst, der „Krankheit, Sterben, Tod und Trauer als Bestandteil des Lebens“ deutlich macht. Ein besonderer Dank des Diözesanleiters ging an den heutigen Malteser Diözesanreferenten für Hospizarbeit und damaligen Initiator und Mitbegründer des ersten ambulanten Kinderhospizdienstes, Bernhard Bayer: „Sie sind das Herz des Hospiz- und Palliativdienstes in Baden-Württemberg.“ Abschließend sprach Neipperg einen persönlichen Wunsch aus und bat die Gäste: „Begleiten Sie unsere Hospizbegleiterinnen und -begleiter mit Ihrem Gebet! Erbitten Sie ihnen Kraft für diesen wichtigen Dienst!“

Kirsten Allgayer, Mitglied des Vorstandes des Hospiz- und PalliativVerbands Baden-Württemberg, überbrachte dessen Glückwünsche: „Danke, dass wir die Malteser an unserer Seite haben!“. Dr. Margit Gratz, Gesamtleitung des Hospizes St. Martin in Stuttgart, beleuchtete in ihrem Festvortrag eindrucksvoll sowohl aus der Perspektive eines Betroffenen als auch aus der Perspektive eines Begleiters „Leiderfahrungen – zwischen Ohnmacht und Trost“ und lud alle Zuhörenden ein, auch für sich selbst zu klären, was ihnen in ihrem Leben Sinn, Halt und Orientierung in dem weiten Spannungsfeld zwischen Ohnmacht und Trost gibt.

Der Festakt wurde musikalisch umrahmt von Raphael Kohlhäufl am Klavier und Lynn Stiegler an der Violine.

Malteser Hospizarbeit in Baden-Württemberg
Die Malteser bieten derzeit 15 Kinder- und Jugendhospizdienste sowie einen Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst in Baden-Württemberg an. Im Jahr 2018 begleiteten rund 350 ehrenamtliche Malteser Hospizbegleiterinnen und -begleiter 1.500 Menschen während des Sterbens und in der Trauer. Einen speziellen Trauerbegleitungsdienst für die Angehörigen von Verstorbenen gibt es an zwölf Standorten in Baden-Württemberg. Rund 300 Kinder und Jugendliche haben die Malteser 2018 nach dem Verlust eines Bruders, einer Schwester oder eines Elternteils auf ihrem Weg zurück in den Alltag begleitet.

Das Angebot des Malteser Hospizdienstes ist für die betroffenen Familien kostenlos. Die Malteser Hospizbegleiterinnen und -begleiter leisten diesen Dienst ehrenamtlich. Möglich machen dieses Angebot Förder- und Kooperationspartner wie die Veronika-Stiftung, die Liebenau-Stiftung, das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim, das Rotkreuz-Krankenhaus in Wertheim, die katholische Gesamtkirchengemeinde in Kirchheim sowie das Hospiz St. Martin des katholischen Stadtdekanats Stuttgart. Zahlreiche Firmen, Vereine, Kirchengemeinden und Einzelpersonen unterstützen die Hospizarbeit mit Spenden.

Um noch mehr Menschen für ein Engagement im Hospizdienst begeistern und ausbilden und ihr Angebot weiter ausbauen zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:

Malteser Spendenkonten:
BW-Bank: IBAN:DE90 6005 0101 0001 2706 88, BIC: SOLADEST600
Volksbank Freiburg: IBAN: DE42 6809 0000 0005 7209 15, BIC: GENODE61FR1
Verwendungszweck: „Spende Hospizarbeit“

Festschrift zum Download:
"Bis zuletzt in Würde leben" - 20 Jahre Hospizarbeit der Malteser in Baden-Württemberg

Weitere Infos zur Hospizarbeit der Malteser in Baden-Württemberg

Weitere Informationen

Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Volksbank Dornstetten eG  |  IBAN: DE11642624080111117003  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODES1VDS