Erstmals wurde zu dieser landseweiten Übung in den Landkreis Freudenstadt eingeladen. Ein dreiviertel Jahr hätten die Vorbereitungen dafür gedauert, erklärten die Kreisbeauftragte und Staffelleiterin der Malteser Freudenstadt, Isolde Eppler, und Gudrun Kaiser, stellvertretende Zugführerin der Rettungshundestaffel Rottenburg.
Sämtliche Informationen liefen in der Einsatzleitung in der ehemaligen Jugendherberge in Hallwangen zusammen, von wo aus alle Einsatzkräfte am Morgen aufbrachen und sich am Abend zu einer Nachbesprechung samt Gottesdienst mit Dekan Markus Ziegler und zu einem abschließenden Abendessen trafen. Neben den Malteser Hilfsdiensten aus Freudenstadt, Rottenburg, Schwäbisch Gmünd, Wiesenthal und dem Allgäu beteiligten sich der Katastrophenschutz, der Tierrettungsdienst, die Feuerwehr Waldachtal, das DRK Calw, das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz und die DLRG- Ortsgruppe aus Freudenstadt sowie Mantrailer aus der Schweiz mit ihren Personenspürhunden an der Landesübung. "Das Ziel der Übung ist die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen", erklärte Isolde Eppler – und das "unter möglichst realen Bedingungen für Mensch und Hund". So mussten die Vierbeiner und ihre Hundeführer im Steinbruch der Firma Kaltenbach in Dornstetten nach einer angeblichen Gasexplosion Menschen zwischen Trümmerteilen suchen. Dabei durften sie sich nicht von Blaulicht, Sirene oder Maschinenlärm stören lassen. Am Nagoldstausee in Erzgrube folgte eine weitere Herausforderung: Einsteigen in ein wackeliges DLRG-Rettungsboot, eine Runde über den See drehen, und am anderen Ufer wieder aussteigen.
Diese Übung sollte die Hunde auf einen Einsatz in Hochwassergebieten vorbereiten, so die beiden Beobachterinnen, die sich alle Einsätze vor Ort anschauten. Bei der Feuerwehr in Waldachtal mussten Hundeführer und Hunde ihre Höhenangst überwinden und in den Rettungskorb einsteigen, der sie mit der Drehleiter 30 Meter nach oben beförderte. Eine Menschensuche im Gebäude stand im Vogteiturm in Loßburg auf dem Programm. Auf dem Marktplatz in Freudenstadt war eine Erste-Hilfe-Station eingerichtet.
Weitere sechs Stationen gab es im Weiler Wald auf Gemarkung Herzogsweiler. Hier mussten die Teams innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine ihnen zugeteilte Fläche absuchen und die darin versteckten Personen aufspüren. Fünf Mantrail-Teams – drei aus der Schweiz und jeweils eines aus Schwäbisch Gmünd und aus dem Allgäu – hatten außerdem die Aufgabe erhalten, mitten in Freudenstadt mit ihren Personenspürhunden nach vermissten Personen zu suchen.