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Malteser Freudenstadt

Rettungshundestaffel

   

 

Jährlich werden in Deutschland rund 100.000 Menschen als vermisst gemeldet.
Unsere Hunde helfen bei der Suche nach diesen vermissten Personen und retten Menschenleben.
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Als Rettungshundestaffel haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, uns ehrenamtlich für die Ausbildung unserer Hunde zu engagieren und 24/7 erreichbar zu sein, um im Ernstfall helfen zu können. Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert rund zwei Jahre, bevor Hund und Hundeführer in einer Prüfung beweisen können, dass sie bereit für den Ernstfall sind. Derzeit sind wir mit 5 geprüften Mantrailern, 8 geprüften Flächenhunden und 29 Ehrenamtlichen rund um die Uhr einsatzbereit und rücken jährlich zu zwischen 25 und 30 Einsätzen aus.
Insgesamt haben wir 35 Hunde über beide Sparten verteilt.

Ausbildung

Sie spielen mit dem Gedanken, sich bei uns ehrenamtlich zu engagieren und fragen sich, welche Vorkenntnisse Sie mitbringen sollten? - In erster Linie gar keine. Im Grunde brauchen Sie nicht einmal einen Hund, denn auch Helfer ohne Hund sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Staffel. Die theoretische Ausbildung geht mit der praktischen Ausbildung unserer Hunde und Helfer nahtlos einher und die Inhalte werden jährlich aufgefrischt. Trotzdem ist Trittsicherheit und eine gewisse körperliche Fitness Grundvoraussetzung. 

Derzeit bilden wir Hunde in den Sparten Mantrailing und Flächensuche aus. Vom unerfahrenen bis zum prüfungsreifen Hund muss in beiden Sparten mit rund 2 Jahren Ausbildung gerechnet werden - abhängig von Hund und Hundeführer kann es auch schneller oder langsamer gehen. Uns ist es wichtiger, unseren Teams genug Zeit zu geben, das Gelernte zu festigen, statt sie schnellstmöglich prüfungsfertig zu bekommen. Weder fürs Mantrailing noch für die Flächensuche ist ein vorheriger Besuch in der Hundeschule notwendig. Auch einem Welpen kann bereits spielerisch die Arbeit näher gebracht werden.

Wir trainieren wöchentlich an immer wechselnden Trainingsorten über den gesamten Landkreis Freudenstadt verteilt. Wir haben Ihr Interesse geweckt und Sie wollen mal in unser Training hineinschnuppern? Unsere Ausbilder freuen sich über eine Nachricht und setzen sich dann mit Ihnen in Verbindung.

Bitte beachten Sie, dass Rettungshundearbeit sehr zeitintensiv ist. Unsere Hunde haben die Aufgabe, im besten Fall Menschenleben zu retten. Dementsprechend ist eine regelmäßige Teilnahme am Training unabdingbar. Rettungshundearbeit ist kein Hobby, dem man nachgeht, wenn man mal nichts besseres zu tun hat - es ist eine Verantwortung.

 

Flächensuche

Die Ausbildung von Flächensuchhunden zielt darauf ab, dass der Hund jeglichen menschlichen Geruch in seinem Suchgebiet anzeigt. Ob es sich hierbei nun um einen Pilzsammler handelt oder eine tatsächlich vermisste Person unterscheidet der Hund hierbei nicht, weil er nicht nach einem konkreten menschlichen Geruch sucht. Einsatzgebiet der Flächensuchteams sind offene Gelände, Wiesen und Wälder, in denen sie eine Suche mit Personenketten adäquat ersetzen und die Anzahl an benötigten Helfern in Einsätzen dadurch weitestmöglich reduzieren. Dadurch sind die Einsatzkräfte anderweitig einsetzbar.

In der Regel deckt ein Hund eine Suchfläche von mindestens 30.000qm ab, die er gemeinsam mit seinem Hundeführer und mindestens einem Helfer absucht. Die Anzeige erfolgt schließlich durch Verbellen der vermissten Person, bis sein Hundeführer vor Ort ist, oder dem sogenannten Rückverweisen. Hierbei läuft der Hund nach Auffinden einer Person zu seinem Hundeführer zurück und verweist dort durch beispielsweise Verbellen oder Vorsitzen und führt die Einsatzkräfte schließlich zurück zur vermissten Person. Eine spezielle Art von Rückverweisen ist das sogenannte Bringseln.

Während seiner Suche läuft der Hund frei und ist durch eine Kenndecke mit Licht und akustischem Signal gekennzeichnet. Ein weiterer Grund, weshalb sich der Einsatz eines Flächensuchhundes in Straßen- und Stadtnähe eher schwierig gestaltet.

Mantrailing

Beim Mantrailing wird der Hund – im Gegensatz zu Flächensuchhunden – nicht auf allgemeinem Menschengeruch konditioniert, sondern soll die genaue Spur einer Person verfolgen. Hierfür wird ein Geruchsträger der vermissten Person benötigt, um dem Hund einen speziellen Geruch vorzugeben. Sie sind darauf trainiert, die frischeste Geruchsspur zu verfolgen, die die vermisste Person hinterlassen hat.

Sie kommen also vor allem dann zum Einsatz, wenn es einen bestimmten Punkt gibt, an dem die vermisste Person zuletzt gesehen wurde. Da der Mantrailer während der Suche an der Leine geführt wird, übernehmen sie mit ihren Hundeführern auch die Einsatzgebiete, an denen der Einsatz eines Flächenhundes nicht möglich wäre; zum Beispiel Innenstädte, Straßennähen und andere Orte, an denen viele Menschen sind.

Im Einsatz geben sie oftmals die Richtung vor und werden von den Flächensuchhunden abgelöst, sobald es ins offenere Gelände geht.

Weitere Informationen

Rüdiger Frey
Staffelleitung
E-Mail senden

Heike Walz
Ansprechpartner Flächenhunde
Mobil. (0170) 5856947
E-Mail senden

Claudia Eberhardt
Ansprechpartner Mantrailer
E-Mail senden

Medizinprodukte-sicherheit

Gemäß § 6 Abs. 1 MPBetreibV müssen Gesundheitseinrichtungen einen Beauftragten für Medizinprodukte-
sicherheit bestimmen. Nach Abs. 4 muss eine Funktions-E-Mail-Adresse des Beauftragten für Medizinprodukte-
sicherheit auf der Internetseite der Gesundheitseinrichtung bekannt gemacht werden. Den Beauftragten für Medizinprodukte-
sicherheit im Malteser Rettungsdienst und den Einsatzdiensten der Malteser können Sie unter Beauftragter.MP-Sicherheit.Notfallvorsorge(at)malteser(dot)org kontaktieren.

 

Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Volksbank Dornstetten eG  |  IBAN: DE11642624080111117003  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODES1VDS